Dieses Buch hatte ich mir aus zwei Gründen zugelegt:
- Ein Freund hatte es zum Geburtstag bekommen (die me-too Strategie ebend
) und - es hatte den Aufhänger des Berichtes einer Bewerbung bei McKinsey (passte ganz gut, weil ich das auch vor hatte)
Nachdem ich mit dem Lesen begonnen hatte, war auch noch von der Bewerbung bei McKinsey die Rede. Allerdings musste ich sehr schnell feststellen, dass dies nicht der Schwerpunkt dieses Buches ist.
Es folgt eine ausgiebige Recherche zu der Frage:
Was ist Elite? Wie wird sie definiert und wie wird sie gebildet?
Diese Fragen werden von verschiedenen Seiten beleuchtet und es werden authentische Berichte aus den Kreisen der “Elite” geliefert. Dafür werden verschiedene Einrichtungen besucht, die diese “Elite” ausbilden und es wird mit den Verantwortlichen, sowie mit der “zukünftigen Elite” selber, gesprochen. In diesem Zusammenhang wird auch der familiäre/finanzielle Hintergrund der “zukünftigen Elite” beleuchtet. Die “Elite” wird von unterschiedlichen Personen unterschiedlich definiert, sodass man am Ende nicht sagen kann, was nun genau die “Elite” ist. Dieses Buch bestätigt mir leider meine bisherigen Vorstellungen von “Elite-Internaten” und Co.
Abschließend hat sich dieses Buch als Gesellschaftskritisch herausgestellt. Es hat mir die Bestätigung meiner Vorstellungen gegeben und mich zum kritischen Nachdenken über die Gesellschaft angeregt.
Ich hatte mir dieses Buch aus völlig anderen Beweggründen gekauft. Ich dachte ich würde dort eine Hilfe für die Bewerbung bei McKinsey finden. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, war ich noch keinen Schritt weiter mit meiner Bewerbung, aber ich stellte mir nun die Fragen
- Will ich immer noch zur “Elite” gehören?
- Wenn ich in der “Elite” wäre, kann ich dann was ändern? Will ich das dann noch?


Hallo Nils, hat dich das Buch wirklich so bewegt, wie deine zwei letzten Sätze es vorgeben? Im Endeffekt war es doch wenig Neues. Zu McKinsey: Ein längerer Artikel, der NICHT im Buch steht, aber auch von der Autorin stammt, ist auf http://www.zeit.de/2006/21/McKinsey_21 zu finden!
Hi Markus,
sicherlich schreibt man das ganze in einem Review immer etwas extremer als in der Realität. Aber das Buch hat das teilweise Bekannte aus dem System nochmal zusammengefasst.
Es ist schon erschreckend, wenn es auch in Deutschland von den finanziellen Mitteln und den Verwandten abhängt, wie einfach man es im Leben hat. Wobei es dabei ja auch immer auf die Ziele ankommt, die man sich steckt. Von daher regt das Buch nochmal zum Nachdenken an, was dabei bei jedem einzelne rauskommt, hängt vom persönlichen Blickwinkel ab.
Grüße
Nils