Heute möchte ich kurz das Thema “Optimierte Webseite für mobile Endgeräte” aufgreifen. Mobile Endgeräte haben besondere Eigenschaften, die bei der Webseitengestaltung entsprechend berücksichtigt werden sollten
- Bandbreite
- Displaygröße/Auflösung
- Browserfähigkeiten
- Bedienung
Die Bandbreite ist mittlerweile eher das kleinere Problem. Konnte man früher noch sagen, dass der Anteil an Besuchern mit mobilen Endgeräten zu gering ist, ist mittlerweile die Anzahl der Nutzer mit mobilen Endgeräten stark gestiegen und auch die Bandbreite ist entsprechend mitgewachsen. In den meisten Metropolen steht heute meistens ausreichend Bandbreite zur Verfügung, um diesen Faktor vernachlässigen zu können, aber auch die ländlichen Regionen sollten berücksichtigt werden, wo die Bandbreite noch nicht so ausgereift ist.
Die Auflösung ist bei den neuen Smartphones das geringere Problem. Bei älteren internetfähigen Geräten ist die Auflösung allerdings so gering, dass nur Schrift korrekt dargestellt wird. Neben der Auflösung spielt auch die Größe des Displays eine Rolle. Auch wenn die Auflösung hoch genug ist, ist das Display immer noch viel kleiner als bei einem normalen Computer Bildschirm. Wenn der Anwender scrollen muss, um alle Inhalte der Seite zu erfassen, ist dies nicht sehr förderlich.
Ein weiterer Punkt sind die technischen Fähigkeiten des Browsers. Je nach Gerät können die Möglichkeiten von JavaScript, Java oder auch Flash eingeschränkt sein. Eine Internetseite, die keinen Inhalt oder Funktion zur Verfügung stellt, ist bei weitem schlechter als eine Internetseite, die zumindest eine eingeschränkte Funktionalität bereitstellt, die auf die Fähigkeiten des Endgerätes angepasst ist.
Der letzte Bereich ist die Bedienung der mobilen Endgerätes. Touchscreens brauchen große Symbole und Links um eine gut Bedienbarkeit zur Verfügung zu stellen. Ein Besucher, der an der Navigation der Seite verzweifelt, wird kaum wieder kommen und die Seite auch vorzeitig verlassen.
Alle diese Punkte zeigen, dass es viele Stellschrauben gibt, um dem Anwender mobil und am Desktop eine perfekte Webseite zu präsentieren. Eine optimierte Webseite stellt wieder die Funktion und den Inhalt der Internetseite in den Vordergrund und vergrault Besucher nicht durch schlechte Navigation, Ansicht oder fehlende Funktionalität.
Um einen Eindruck zu bekommen, wie Ihre Seite auf verschiedenen mobilen Endgeräten aussieht, habe ich mich mal in die Weiten des WWW begeben und ein paar interessanten Seiten gefunden.
dotMobi Emulator (http://emulator.mtld.mobi/emulator.php)
In diesem Emulator stehen ältere mobile Endgeräte zur Verfügung wie Sony K750 oder Nokia N70. Hier wird die Webseite wirklich Extrembedingungen ausgesetzt. Je nach Land und Nutzerkreis sind aber auch diese Endgeräte zu berücksichtigen.
Opera Mini simulator (http://www.opera.com/developer/tools/mini/)
Opera selber gibt hier die Möglichkeit die Ansicht in seinem mobilen Browser zu testen. Bei diesem Simulator geht es nur um die Browsertechnologie. Die unterschiedlichen Displaygrößen und Auflösungen der Handys werden hier leider nicht berücksichtigt.
Mobile Phone Emulator (http://www.mobilephoneemulator.com/)
Diese Emulator ist der umfangreichste Emulator der hier vorgestellten Tools. Es sind viele aktuelle Smartphones wie IPhone 4, Desire HD2 oder Galaxy S2 möglich. Außerdem kann die Ansicht horizontal und vertikal getestet werden.
Alle hier vorgestellten Tools bieten die Möglichkeit die technischen Möglichkeiten, sowie Displaygröße und -auflösung, zu testen. Bandbreite oder Navigierbarkeit kann damit leider nicht getestet werden.
Wie viele Ihrer Besucher tatsächlich von mobilen Endgeräten kommen, kann durch verschiedene Analysetools wie z.B. Google Analytics ermittelt werden. Je nach Ergebnis können Sie dann entscheiden, ob und wie viel Aufwand Sie in die Optimierung Ihrer Internetseite stecken wollen.
Private Personen oder Unternehmen, die auf Social Media setzen, sollten auf jeden Fall eine optimierte Webseite für mobile Endgeräte haben. Ein Großteil des Social Media Traffics wird über Smartphones generiert. Wenn ein Besucher einem Link aus einem sozialen Netzwerk folgt und dann eine Webseite vorfindet, die er kaum verwenden kann, ist ein Großteil des Social Media Aufwands zu Nichte gemacht.





